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Niedersächsisches Museum  für  Kali- und Salzbergbau

Kali- und Salzbearbeitung

              
Gewinnung der Salze:

In Norddeutschland gibt es in Tiefen bis zu mehreren Tausend Meter riesige Salzlagerstätten. Sie enthalten überwiegend Natriumsalze (Steinsalz), aber auch Kalium- und Magnesiumsalze sowie Tonsteine und Anhydrit (ein wasserfreies, sehr hartes Gipsgestein).

Von Beginn der Menschheitsgeschichte an bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war man nur an Steinsalz interessiert. Für dessen Gewinnung standen ursprünglich fast nur die natürlichen Solequellen mit meist sehr geringen Salzgehalten zur Verfügung. Mit der Entwicklung der Tiefbohrtechnik in jüngerer Zeit begann das Aussolen der Salzvorkommen durch Einspülen von Frischwasser. Die Produktion von Salzen konnte nun enorm gesteigert werden; allerdings auf Kosten des Energieverbrauches, denn für das Eindampfen der Salzlösungen wurden gewaltige Mengen von Brennholz - später Kohle - verbraucht.

Nachdem man Mitte des 19. Jahrhunderts auch den Wert der Kalium und Magnesiumsalze erkannt hatte, entstanden in großer Zahl Bergwerke. Fortan wurden und werden alle Salzarten in gewaltigen Mengen überwiegend in Bergwerken durch Bohren und Sprengen gewonnen und in zerkleinerter Form nach übertage gebracht. Die Steinsalze werden gemahlen und gesiebt in der gewünschten Körnung und dem geforderten Reinheitsgrad in den Handel gebracht. Kalium- und Magnesiumsalze werden heute in fabrikmäßigen Prozessen als Rohstoffe für die chemische Industrie und als Düngemittel für die Landwirtschaft aufbereitet.



Kleine Begriffsbestimmung:

Steinsalz                    In dieser Form kommt Natriumchlorid (NaCl) in der Erde vor.
(auch Halit genannt)   Es hat ca 90 - 100 % Salzgehalt, verschiedene Färbungen und ist hart wie Stein.

Kochsalz oder            Aus dem Steinsalz gewonnenes, hochreines Natriumchlorid-Salz
Speisesalz                  für den menschlichen Gebrauch.   
                                          (Oder aus Meerwassser gesiedet)

Sole       Wasser mit hohem Salzgehalt (mitunter auch als 'Lauge' bezeichnet)
               Im Wasser können - je nach Temperatur - maximal 335 g Natriumchlorid pro Liter gelöst   
               werden (= 100 % gesättigte Sole).

Kali        Kaliumchlorid (KCl), mineralogische Bezeichnung Sylvin.    
                  Das Kaliumsalz
tritt in bestimmten Schichten der Salzlagerstätten überwiegend im
               Verbund mit Steinsalz auf (= Sylvinit).
               Das bergmännisch gewonnene Mineralsalzgemisch (Kalirohsalz) wird in den Fabriken
               vom Steinsalz getrennt und in verschiedenen Anreicherungsgraden als wichtigster
               mineralischer Handelsdünger für die Landwirtschaft oder als Rohstoff für die
               chemische Industrie verarbeitet.





        Steinsalzbohrkerne

       Bild Förderturm
        Förderturm Hansa 1972


          Steinsalz

Bild Salz
    Heutige Haushaltssalze
  Bild eines Salzladers       Bild Salzkristall            Bild Kaliwerk Empelde
    5 Tonnen Salzlader                          Salzkristall                              Salzstock Benthe                 Werk Hansa 1958    
       
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